Forschung für die Zukunft: Agrar- und Ernährungswissenschaften als zentrale Partner der Transformation
Klimawandel, Globalisierung, Digitalisierung, eine Gesellschaft im Wandel: Agrar- und Ernährungswissenschaften der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg forschen und lehren, um diesen Herausforderungen langfristige Lösungen entgegenzusetzen, neue Perspektiven zu schaffen und Potentiale innovativer Technologien auszuschöpfen.
Die Agrar- und Ernährungswissenschaften der MLU entwickeln Lösungen für die Fragen von morgen: Wie sichern wir Ernährung, schützen Ressourcen und reagieren auf Klimawandel und Digitalisierung? Im Mittelpunkt stehen klimaresiliente Pflanzen, nachhaltige Anbausysteme, gesunde Böden sowie die Untersuchung von Nährstoffhaushalten, Pflanzenkrankheiten und der Folgen der Erderwärmung. Mit KI, Drohnen, molekularbiologischen Methoden und modernen Datenanalysen können Wachstum, Ertrag und Widerstandskraft immer präziser erfasst und vorhersagt und für die Entwicklung robuster Nutzpflanzen wie Weizen und Gerste eingesetzt werden. Auch Tierwohl, innovative Fütterung und nachhaltige Zuchtverfahren sind zentrale Themen. Neben der Entwicklung aussagekräftiger Tierwohlindikatoren und dem Erhalt bzw. Ausbau der genetischen Diversität von Nutztieren spielt die Optimierung der Fütterung insbesondere unter Berücksichtigung der Wertschöpfungskette entlang Boden-Pflanze-Tier-Mensch eine bedeutende Rolle. Gleichzeitig wird Landwirtschaft auch wirtschaftlich und gesellschaftlich gedacht: von Precision Farming, Daten- und Risikomanagement bis zu Fragen von Ethik, ökonomischen Aspekten des Tierwohls, ländlicher Entwicklung und dem nachhaltigen Umgang mit natürlichen Ressourcen entstehen praxisnahe Lösungen für den Wandel.
Dabei folgt die Forschung zunehmend dem One-Health-Gedanken: Die Gesundheit von Menschen, Tieren, Pflanzen und Umwelt hängt eng zusammen. Gesunde Böden, widerstandsfähige Pflanzen, verantwortungsvolle Tierhaltung und eine ausgewogene Ernährung sind deshalb nicht getrennt zu betrachten, sondern als Teil eines gemeinsamen Systems. In den Ernährungswissenschaften wird daher untersucht, wie Nährstoffe (Vitamine, Mineralstoffe, …) und sekundäre Pflanzenstoffe (Polyphenole, Carotinoide, …) auf Gesundheit, Alterungsprozesse und Krankheiten wirken.
Vortrag des IAEW: Prof. Dr. Jan-Henning Feil (Professur Landwirtschaftliche Produktionsökonomik und betriebliches Datenmanagement) und Prof. Dr. Andrea Henze (Professur für Ernährungsphysiologie)
Fotohinweis: MLU_Olaf Christen