Am 12. Mai 2026 lud die Reviervorlesung „Das Revier debattiert“ ins Paulinum der Universität Leipzig ein. Die Veranstaltung trug den Titel “Wenn KI mitarbeitet – Wie gestalten wir die Zusammenarbeit neu?”. Gemeinsam mit der Universität Leipzig präsentierte der Science Cube von science2public e.V. in Kooperation mit der ZEIT Verlagsgruppe einen Abend rund um Zukunftsfragen, Wissenschaft und den gesellschaftlichen Wandel durch Künstliche Intelligenz.
Die Veranstaltung machte deutlich: KI ist längst Teil unseres Alltags – umso wichtiger ist der gemeinsame gesellschaftliche Dialog darüber, wie wir den technologischen Wandel gestalten wollen.
Wissenschaftliche Impulse
Den ersten Impuls bot Prof. Dr. Hannes Zacher vom Wilhelm-Wundt-Institut für Psychologie der Universität Leipzig. In seinem Vortrag widmete er sich den Veränderungen, die Künstliche Intelligenz in der Arbeitswelt auslöst. Aus arbeits- und organisationspsychologischer Sicht sprach er darüber, wie sich Zusammenarbeit, Entscheidungsprozesse und Anforderungen an Beschäftigte durch den Einsatz von KI wandeln und welche Auswirkungen dies auf Unternehmen und Mitarbeitende haben kann.
Im Anschluss gab Miriam Louise Carnot vom Data Science Center ScaDS.AI Leipzig einen Einblick in die Funktionsweisen moderner KI-Systeme. Sie erläuterte, auf welcher Datenbasis Künstliche Intelligenz arbeitet und welche Möglichkeiten sich daraus für Forschung, Wirtschaft und Gesellschaft ergeben. Dabei wurde deutlich, wie eng technologische Entwicklungen mit Fragen des verantwortungsvollen Umgangs und der gesellschaftlichen Gestaltung von KI verbunden sind.
Dialog mit der Revierdebattenbox
Nach den Expertisen begann der interaktive Teil des Abends – mit unserer Revierdebattenbox. Sie brachte Menschen mit unterschiedlichen Meinungen spielerisch ins Gespräch über die Zukunft der Finanzpolitik, die Schuldenbremse und Strukturwandel. Dabei ging es um schnellen Austausch und Spaß an der Auseinandersetzung.
„Das Revier debattiert“ setzen wir in Kooperation mit dem Format My Community Talks (entwickelt von der ZEIT Verlagsgruppe) um. Über eine innovative Matching-Software wurden die Teilnehmenden gezielt mit Personen zusammengebracht, die andere Ansichten vertreten. In 1-zu-1-Gesprächen konnten sie Positionen offen diskutieren, bevor am Ende alle gemeinsam im Plenum von ihren Erfahrungen berichten.
Ein Beitrag zur demokratischen Verständigung im Revier
Die Veranstaltung richtete sich an alle Altersklassen, Vorkenntnisse waren nicht erforderlich. Gerade diese Offenheit machte den Abend besonders: Unterschiedliche Generationen und Hintergründe trafen aufeinander und diskutierten respektvoll über ein Thema, das wirtschaftliche Vernunft, politische Verantwortung und gesellschaftliche Zukunftsfragen miteinander verbindet.
Mit unserer Tour von durch Sachsen-Anhalt und darüber hinaus verstehen wir „Das Revier debattiert“ als Beitrag zu einer zukunftsfähigen, demokratischen Verständigung über den Wandel in Mitteldeutschland. Die Reviervorlesung in Magdeburg hat einmal mehr gezeigt: Der Strukturwandel braucht nicht nur gute Konzepte – sondern vor allem Menschen, die bereit sind, miteinander ins Gespräch zu kommen.
Die Reviervorlesungen sind Teil unserer Open Academy 2026, dem kostenlosen (dank STARK-Förderung) Weiterbildungsprogramm des Science Cube für alle, die Wissenschaft zum Strukturwandel im Mitteldeutschen Revier einladend und gesellschaftlich wirksam kommunizieren möchten.